Katholische Kindertagesstätte
Schulstraße 31
26871 Aschendorf
049 62 - 7 00
amanduskindergarten@ewetel.net
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Vom Kindergarten mit traditionsreicher Geschichte zum
"Haus für Kinder & Familien St. Amandus" Aschendorf

Erste Anfänge

Die ersten Anfänge des Kindergartens in Aschendorf reichen zurück in das Jahr 1930. Auf intensive Bemühungen des Kath. Frauenbundes wurde in den Räumen des alten Amandushauses ein Kindergarten mit zunächst 37 Kinder eröffnet. Bei Kriegsbeginn war der Kindergarten auf rd. 50 Kinder angewachsen und wurde, wie in der NS-Diktatur allgemein üblich, der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV), unterstellt. Diese neue Trägerschaft führte zur Entlassung der Ordensschwester die, die Leitung des Kindergartens inne hatte, sowie von den meisten der anderen Mitarbeiterinnen.

Auch mussten andere nichtkirchliche Räumlichkeiten bezogen werden, in denen statt des Kreuzes ein Adolf Hitler-Bild hing. Die täglichen Gebete wurden abgeschafft und der religiöse Einfluss wurde maßgeblich eingeschränkt. Im Sommer 1944 musste der Kindergarten erneut umziehen, in zwei hergerichteten Holzbaracken an der Bokeler Straße. Dort fand am 15. Juli 1944 die Einweihung unter Lobeshymnen auf die NSDAP Kreisleitung statt. Im Frühjahr 1945 wurde der Kindergarten wegen der sich verschärfenden Bombenangriffe geschlossen.

Gleich nach Kriegsende erweckte der Katholische Frauenbund im Kolpinghaus unter armseligen und bedrückenden Umständen der unmittelbaren Nachkriegszeit den Kindergarten erneut zum Leben. Mit dem Eifer und Optimismus des damaligen Pfarrers, der Ordensschwester, der Mitarbeiterinnen, der Eltern und Förderer wurde der Kindergarten bald wieder zum festen Bestandteil des öffentlichen Lebens des Ortes.

Unser heutiger Träger

Schon bald waren die Räume völlig unzureichend und der Finanz- und Verwaltungsaufwand so umfangreich, dass die Kath. Kirchengemeinde St. Amandus 1957 die Trägerschaft für den Kindergarten übernahm.

Durch die intensiven Bemühungen in der Kirchengemeinde konnte im Jahr 1960 der Neubau des Kindergartens St. Amandus mit 100 Plätzen in Angriff genommen werden.

Die Lage

Das Kindergartengebäude liegt hinter der Kreuzstraße an der Verlängerung der Schulstraße nahe dem Ortskern. Aschendorf war vor der Gebietsreform von 1972 Kreisstadt des Kreises Aschendorf-Hümmling. Heute ist der Ort ein Stadtteil der Stadt Papenburg. Der Kindergarten ist umgeben von Wiesen, Gärten und dem Altenkampsgraben, einem verlandetem Emsarm, der unter Naturschutz steht.

Entwicklungen der Räumlichkeiten

Bereits Ende der sechziger Jahre erwies sich der Kindergarten durch das ständige Ansteigen der Anmeldungen als zu klein. In den Jahren 1972/1973 entstand mit hohem Kostenaufwand ein großzügiger Anbau, bestehend aus zwei weiteren Gruppenräumen mit sanitären Anlagen, einem Gymnastikraum, einem Personalzimmer sowie einer Küche. Ebenfalls wurde der Spielplatz erweitert und mit Spielgeräten versehen. Die genehmigte Platzzahl betrug nun 150 Vormittagsplätze.

Umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen waren dann im Jahr 1987 fällig. Insgesamt 4 Gruppenräume wurden vergrößert, und mit kleinen Küchenzeilen versehen, im Obergeschoss wurden ein Musikzimmer, ein Intensivraum und Abstellräume eingerichtet, und ein Spitzdach wurde aufgesetzt.

Mit dem Jahr 2005 setzte eine Entwicklung zu mehr Familienorientierung ein. Die Lebenssituation der Familien hat sich in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich geändert und wird sich auch in Zukunft weiter ändern. Das Wahrnehmen und Berücksichtigen der familiären Lebenswirklichkeiten in unserem Einzugsbereich führten zur Weiterentwicklung vom Kindergarten zum Haus für Kinder & Familien mit Kindertagesstätte und Familienzentrum.

Integriert ist dabei auch ein Servicebüro für Familien. Ziel ist die Eltern bei ihren vielfältigen Aufgaben im familiären und beruflichen Leben durch familienentlastende Betreuungsangebote zu unterstützen und einen unkomplizierten Zugang zu Beratung und Hilfe zu ermöglichen.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist integraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Um der Verantwortung für Kinder und Familien auch in Zukunft gerecht zu werden, entwickeln wir Beteiligungsformen für Kinder, Eltern und Großeltern an dieser Weiterentwicklung.

In diesem Zusammenhang entstanden in den Jahren 2005-2010 erweiterte Betreuungsangebote wie die Ganztagsgruppe, die Kinderkrippe und die Integrationsgruppe. Wir schaffen damit ein breites Betreuungsangebot das speziell auf die Bedürfnisse von Familien in ihren verschiedenen Lebenssituationen ausgerichtet ist.

Im Jahr 2007 zeigte sich, dass das Haus für die vielfältigen Aufgaben weder in den räumlichen Möglichkeiten noch bezüglich der energetischen Effizienz den heutigen Standards entsprach.


Grafik: Architekten Schomaker und Henschel, Sögel 2009

Nach vorbereitenden Gesprächen und umfangreichen Planungen wurde das Haus im Jahr 2009 aufwendig saniert, modernisiert und auf die gewachsenen Bedürfnisse hin erweitert. Schon im Jahr 2013 wurde ein weiterer Umbau zur Eröffnung einer zweiten Krippengruppe und eines Gruppenraums im Obergeschoss notwendig.

Unser naturnaher Spielplatz

Im Jahr 1999 erfuhr der Spielplatz eine Erneuerung, indem das Gelände unter Aspekten des naturnahen Spielens und Erlebens durch Hügelformationen, Bepflanzung und die Neuschaffung eines Sand - Wasser - Spielbereichs einen anderen Charakter bekam.

Auch in Zukunft wird das Raumkonzept unseres Hauses den Bedürfnissen der pädagogischen Arbeit mit den Kindern sowie denen der Familien angepasst.

Die Geschichte unserer Kindertagesstätte zeigt sehr deutlich, dass die übertragenen Aufgaben, für Kinder und Familien zu sorgen, sehr ernst genommen wurden.
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