Katholische Kindertagesstätte
Schulstraße 31
26871 Aschendorf
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Gesetzl. Grundlagen und unser Auftrag
Traditionsreiche Geschichte
Aspekte zur heutige Lebenssituation
Unser Bild vom Kind
Ziele unserer päd. Arbeit
Grundsätzl. Aussagen zu unserer päd. Praxis
Unser berufl. Selbstverständnis
Zusammenarbeit mit den Eltern
Vielfalt unter einem Dach
Förderkreis
Kooperation im Netzwerk
Quellenverzeichnis
Begriffserklärungen
Schlusswort


Konzept 2013 (Druckversion duplex)
Aspekte zur heutigen Lebenssituation unserer KiTa1-Kinder und ihrer Familien

Die Kinder, die unseren KiTa1 besuchen, kommen aus Aschendorf, das mit ca. 8000 Einwohnern eher städtisch geprägt ist, aus dem benachbarten Dorf Herbrum (ca. 1000 Einwohner) und den Bauernschaften Tunxdorf (ca. 200 Einwohner) und Nenndorf (ca.150 Einwohner). Die Kinder bringen durch die Vielfalt ihrer Lebenssituationen und ihres Umfeldes unterschiedliche Erfahrungen mit.

Veränderte Kindheit

FAMILIEN

Veränderte Rollenverteilungen von Frauen und Männern, unterschiedliche Zusammensetzungen und zunehmende Anforderungen der Berufswelt haben Auswirkungen auf die traditionelle Form der Familie. Das Familienleben hat sich von einer aufgaben- zu einer beziehungsorientierten Lebensform gewandelt. Nach wie vor bleibt die Familie die kleinste und wichtigste Keimzelle unserer Gesellschaft und erfüllt wesentliche Grundfunktionen zum Gelingen einer solidarischen Gemeinschaft. Die Familie ist Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsinstanz. Sie schafft die Grundlagen für die Bildung einer soliden Wirtschaft. Sie sichert oft auch generationsübergreifend solidarische Beziehungen mit all den erforderlichen Leistungen.

Der gesellschaftliche Wandel hat auch die Alltagsstruktur unserer Familien verändert. Die Eltern unserer Kinder stehen dabei vor vielfältigen Aufgaben in Familie und Beruf. Diese Entwicklung zeigt, dass Familien zunehmend durch entlastende Betreuungsangebote Unterstützung benötigen. Auch die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gewinnt dabei an Bedeutung.

MEDIEN, WERBUNG und KONSUM

Vielfältige Medien gehören heute zum festen Bestandteil der Lebenswelt der Kinder in Deutschland und sind somit eine wesentliche Sozialisationsbedingung heutiger Kindheit. Bücher, Zeitschriften und Comics, Cd's, Fernsehen, Computer, DVD, Handy's, Smartphones und Spielkonsolen sind den meisten Kindern bereits im Vorschulalter zugänglich und im Umgang vertraut.

Die rasende Geschwindigkeit mit der die technische Entwicklung voranschreitet und die enorme Flut an Informationen erschwert es dem Menschen zunehmend diese aufzunehmen. So fühlen sich heute oft schon Erwachsene mit der Komplexität der neuen Techniken stark herausgefordert. Der Zugang und Umgang der Kinder zu neuen Techniken sind immer abhängig vom sozialen Umfeld. Medien üben eine große Faszination auf die Kinder aus. Für Familien ist es eine starke Herausforderung einen angemessenen Weg für sich zu finden.

Kinder brauchen auch heute noch unmittelbare und mit allen Sinnen erlebbare Erfahrungsräume. Die kindlichen Bedürfnisse nach Abenteuern und aktivem Gestalten stehen dem Bedürfnis der Erwachsenen nach Sicherheit und Übersichtlichkeit gegenüber.

Die Auswirkungen der sich ständig erweiternden Mediennutzung können die gesundheitliche Entwicklung der Kinder beeinflussen (etwa mangelnde Bewegung, Übergewicht, Haltungsschäden, geringe Körperwahrnehmung, schwieriges Sozialverhalten, erhöhte Ängstlichkeit/Aggressivität).

Die Orientierung am Konsum, der Einfluss der Werbung, insbesondere im Umfeld von Kindersendungen, beeinflusst das allgemeine Weltbild der Kinder und können die Wertvorstellungen verändern.

Unsere Einrichtung besuchen Kinder,

die zum Teil in Wohnsituationen leben und dort ihren Bewegungsdrang nicht ausleben können

die draußen wenig Spiel– und Bewegungsmöglichkeiten haben

die auf dem Lande leben und dadurch große räumliche Möglichkeiten besitzen

die mit Geschwistern aufwachsen

die allein mit ihren Eltern oder einem Elternteil leben

die erleben, dass Eltern wenig Zeit haben

die erfahren, dass die Eltern viel mit ihnen spielen und weniger Erfahrungen mit Gleichaltrigen machen

die umfassendere und speziellere Unterstützung und Förderung benötigen

die teilen müssen

die vieles für sich alleine haben

die wenig, religiöse Erfahrungen mitbringen

die Grenzen erleben

die kaum Grenzen kennen

die immer den Ton angeben

die keine eigene Meinung äußern

die in der Freizeit viele Termine haben

die durch Vorsicht der Erwachsenen weniger Selbstständigkeit/Eigenständigkeit entwickeln können



Aufgrund unserer Analyse ergibt sich, dass wir Erzieherinnen besonders auf Folgendes zu achten haben:

dass die Kinder Möglichkeiten zu großräumigen Bewegungen und Rückzugsmöglichkeiten haben, um zur Ruhe zu kommen

dass die Kinder vielfältige und unterschiedlichste Bewegungs-, Kommunikations- und Umgangsmöglichkeiten mit Menschen, Situationen und Materialien erhalten

dass die Kinder in der KiTa1 auf Erwachsene treffen, die ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten zur Förderung ihrer Ressourcen achtsam berücksichtigen

dass sie Freiräume und Grenzen als positiv erfahren

dass die Kinder christlich - religiöses Tun und Handeln kennen lernen und vertiefen

dass sie Beständigkeit, Sicherheit und Vertrauen erleben, um sich innerhalb ihrer Möglichkeiten Selbst zu erfahren und somit ihr Urvertrauen stärken

dass die Kinder in ihrer Verschiedenheit das Gemeinsame erleben und Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln und erfahren

dass Eltern spontane Kontakte und Begegnungsmöglichkeiten erhalten, und die Zusammenarbeit mit den Eltern geprägt ist von Achtung und Wertschätzung.

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