Katholische Kindertagesstätte
Schulstraße 31
26871 Aschendorf
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Gesetzl. Grundlagen und unser Auftrag
Traditionsreiche Geschichte
Aspekte zur heutige Lebenssituation
Unser Bild vom Kind
Ziele unserer päd. Arbeit
Grundsätzl. Aussagen zu unserer päd. Praxis
Unser berufl. Selbstverständnis
Zusammenarbeit mit den Eltern
Vielfalt unter einem Dach
Förderkreis
Kooperation im Netzwerk
Quellenverzeichnis
Begriffserklärungen
Schlusswort


Konzept 2013 (Druckversion duplex)
Grundsätzliche Aussagen zu unserer pädagogischen Praxis

Erziehung und Bildung

Die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ist das übergreifende Ziel frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung. Im niedersächsischen Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder wird der Bildungs- und Erziehungsauftrag ausdrücklich genannt. Im niedersächsischen Orientierungsplan3 findet er seine Konkretisierung.

Alle neun Kompetenzbereiche des niedersächsischen Orientierungsplans3 werden auch in der Planung und Umsetzung unserer täglichen pädagogischen Arbeit berücksichtigt:

  • Die emotionale Entwicklung und das soziale Lernen,

  • die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und Freude am Lernen

  • Körper - Bewegung - Gesundheit

  • Sprache und Sprechen

  • Lebenspraktische Kompetenzen

  • Mathematisches Grundverständnis - Raum und Zeit

  • Ästhetische Bildung

  • Natur und Lebenswelt

  • Ethische und Religiöse Themen - Grunderfahrungen menschlicher Existenz

Der "situationsorientierte Ansatz" im pädagogischen Handeln

Ausgehend von unserem Bild des Kindes und unserem Selbstverständnis arbeiten wir in erster Linie nach dem "situationsorientierten Ansatz". Im "situationsorientierten Ansatz" sollen Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft und Lerngeschichte befähigt werden, in Situationen ihres gegenwärtigen und künftigen Lebens möglichst selbstständig und kompetent denken und handeln zu können. Dieser pädagogische Ansatz in der Elementarpädagogik berücksichtigt die Interessen, Stärken, Bedürfnisse und Schwierigkeiten eines jeden Kindes.

Repräsentative Situationen der Kinder machen wir zu einem Tages-, Wochen- oder Projektthema. Diese Situationen betreffen mehr oder weniger alle Kinder einer Gruppe, weil sie in einem lebensbezogenen Zusammenhang stehen. Sie sind dadurch aktuell für die Kinder und wecken das besondere Interesse. Hier einige Beispiele aus unserer pädagogischen Praxis:

Wie finde ich Freunde?
Ich bekomme ein Geschwisterkind.
Menschen, die uns helfen (Feuerwehr, Polizei, Krankenhaus…)
Wie etwas wächst?
Freude kann man teilen.
Unser Felix wird getauft.
Wie ein Haus entsteht?

Dabei wird das Kind ganzheitlich angesprochen, die Sozial-, Ich- und Sachkompetenz gefördert und weiterentwickelt.

Beobachtung als Basis pädagogischen Handelns

Repräsentative Situationen erkennen wir im täglichen Umgang mit den Kindern aufgrund unserer Beobachtungen und Gespräche. Individuelle Beobachtung, gezielt oder spontan, ist daher die Basis für unser pädagogisches Handeln.

Freiräume im KiTa1-Alltag

Um allen Kindern gruppenübergreifende Kontakte zu anderen zu ermöglichen und ihnen vielfältige Erlebens- und Erfahrungsmöglichkeiten zu geben, können mehrere Räume des Hauses von den Kindern in einem "teiloffenen System" genutzt werden.

Ein zentraler Punkt unserer KiTa1 ist die Halle, die wir "Dorfplatz" nennen. Der "Dorfplatz" ist ein Ort des Treffens, Miteinander Redens, des Spielens. Auf dem Dorfplatz ist immer etwas los. Die Begegnung, das Gespräch miteinander ist ein wichtiger Bestandteil unseres KiTa1- Alltags für Kinder und Eltern.

Auch gib es innerhalb des Hauses viele Begegnungsmöglichkeiten der Kinder untereinander, so z. B. auf dem Spielteppich oder im Bällebad im Flur.

Wenn wir jedes einzelne Kind so achten, und beachten, wie es ist, geben wir ihm die Möglichkeit, sich frei und kreativ zu entfalten. Wir schaffen die Bedingungen, unter denen es sich zu einem starken und selbstbewussten Menschen entwickeln kann. Dadurch wächst Vertrauen, Neugierde, Phantasie und die Freude, jeden Tag etwas Neues zu lernen.

Die Bedeutung des Spielens als kindliche Tätigkeitsform

Das Spiel ist für Kinder die wichtigste Tätigkeit, mit der sie die Welt begreifen, Beziehungen zu Anderen aufbauen und sich selbst kennen lernen. Das Spiel ist die Grundlage für eine ganzheitliche Entwicklung, weil Sozialverhalten, Gefühle, Phantasie, Kreativität, Interesse, Intelligenz, Motorik und Sprache gleichermaßen angesprochen werden. Im Spiel hat das Kind Spaß an dem, was es tut, ist selbst aktiv. Die Tätigkeit selbst und oft auch das Ergebnis ist dabei das Ziel, denn im Spiel findet das Kind Sinn und Zweck.

"Das Spiel des Kindes ist die Brücke zur Wirklichkeit"
Bruno Bettelheim

Das Spielen ist in dieser Altersgruppe die angemessene Lernform der Kinder und grundlegendes Medium für den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung.

"Das Spiel ist die Arbeit des Kindes"
Maria Montessori, Kinderärztin, Reformpädagogin, Philosophin

Das Spiel des Kindes ist seine spezifische, entwicklungsgerechte Möglichkeit des Lernens, Einübens und Anwendens von Kenntnissen, Einstellungen und Fertigkeiten. Man kann nur dann von Spielen sprechen, wenn das Kind es freiwillig tut. Man kann es motivieren, Ideen anregen und Impulse geben. Also ist die Rede von der KiTa1, in dem die Kinder "nur spielen", aus den genannten pädagogischen Gründen unangemessen.


Das letzte Jahr vor der Einschulung "Maxi Treff"

Der Übergang von der KiTa1 in die Grundschule stellt für das Kind, ähnlich wie der Eintritt in die KiTa1, eine bedeutsame Veränderung dar. Der Wechsel von der KiTa1 zu Schule sollte so gestaltet werden, dass dem Kind der Übergang erleichtert wird und die Freude am Lernen erhalten bleibt. Die Vorschulkinder treffen sich regelmäßig einmal wöchentlich im "Maxi Treff", um dort intensiv durch gezielte pädagogisch und didaktisch sinnvolle Aktivitäten die individuelle Leistungsfähigkeit des Kindes zu entfalten und seine Lernfreude zu entwickeln.

Wir achten auf die ganzheitliche Förderung. Ferner lernen die Kinder an einem anderen Ort als dem Gruppenraum mit Kindern und Erzieherinnen aus anderen Gruppen zu arbeiten. Konzentration, Ausdauer und die Umsetzung der gestellten Aufgaben spielen eine große Rolle. Die Förderung des Selbstbewusstseins und die Stärkung der Selbstsicherheit ist ein weiterer Schwerpunkt.

Das letzte Jahr vor der Einschulung ist auch geprägt von einer engen Kooperation mit der örtlichen Grundschule (Brückenjahr4).

So gibt es gemeinsame Aktivitäten in der Grundschule
  • wie beispielsweise die Teilnahme an einer Unterrichtsstunde
  • als auch in der KiTa1
  • wie beispielsweise der Besuch der Lehrer bei ihren künftigen Schülern und Schülerinnen.
Religiöse Erziehung als erlebter Glaube

Die religiöse Erziehung setzt in der KiTa1 vielfältige praktizierende Erlebnismöglichkeiten voraus. Wichtigstes Anliegen ist für uns, die christliche Botschaft, den Glauben zu erleben. Es sind in der KiTa1 nicht nur die in Worten, Bildern, Liedern und Gebeten vermittelten religiösen Inhalte, die im Kind das wecken, was wir Glauben nennen. Vielmehr sind es freudig empfundene, verinnerlichte und bleibende Erlebnisse in einer gelösten Atmosphäre in der Gemeinschaft, die das gemeinsame Geborgen sein im Schutz Gottes erfahren lassen.

In allen unseren Räumen findet der Besucher christliche Symbole. So gelten uns das Kreuz und die Osterkerze als Symbol des Auferstandenen, als zentrale Wahrheiten unseres Glaubens, als Zeichen seiner Frohen Botschaft.

Inklusive Erziehung

Inklusion in unserer Einrichtung bedeutet, jede Form von Ausgrenzung zu reduzieren und alle Barrieren für Spiel, Lernen und Teilhabe für alle Kinder auf ein Minimum zu reduzieren. Seit Jahren bemühen wir uns um die Optimierung innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen.

Aus diesem Grund arbeiten wir seit Jahren integrativ innerhalb der vorgegebenen gesetzlichen Durchführungsverordnungen und dem Bemühen durch das gemeinsame Aufwachsen und Spielen ein selbstverständliches Miteinander aller Kinder entstehen zu lassen.

Schon das KiTa1-Kind lernt, ein anderes Kind in angemessener Form um Hilfe und Unterstützung zu bitten oder auch - trotz einer Bewegungseinschränkung oder Lernschwierigkeit - für ein Kind Unterstützung zu bieten.

Das Kind erfährt, dass die Umgebung KiTa1 Bedingungen schafft, um ein MITEINANDER möglich zu machen. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Stärken jedes einzelnen Kindes.

Die Entwicklung zur inklusiven KiTa1 baut auf der Verschiedenheit aller Menschen in der Weise auf, dass jeder gleichermaßen geschätzt wird, unabhängig von Herkunft, Zugehörigkeit und Leistungsfähigkeit.

Teilhabe ist das übergeordnete Ziel.


Gesundheit

Aufgrund der Entwicklung der vergangenen Jahre wollen wir zunehmend auf drei wesentliche Aspekte eines gesunden Aufwachsens achten:

Ernährung, Bewegung und Entspannung

Unsere Ziele sind:
  • frisches Obst und Gemüse essen
  • energiefreie, ungesüßte Getränke konsumieren
  • gesunde Mahlzeiten einnehmen
  • sich mindestens eine Stunde täglich bewegen und ausreichend entspannen
  • weniger inaktiven Freizeitbeschäftigungen nachgehen

Aus diesem Grund nehmen wir seit 2013 an einem Gesundheitsprojekt ("Tiger-Kids") teil und wollen wesentliche Punkte dieses Projektes in unseren KiTa1- Alltag etablieren.



Grafik: Luisa
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